Die FÜLLE in der LEERE

Die FÜLLE in der LEERE

Ganztags
16. Oktober 2026 18. Oktober 2026

Geerdet - Sein im Raum

Eine Einführung in den Realization Process®

von Frank Wieland  - Certified Realization Process Teacher -

Datum: Freitag 16.10. 17:00 Uhr  bis  So 18.10. 2026 , ca.13:00 Uhr

Unterkunft u. Verpflegung:     Bitte direkt bei Agnes Ewerling in der Oase  anmelden.Tel.  06478 277779

Seminar Anmeldung bei:   Frank Wieland , Homöopathischer Arzt /Psychotherapie

79117 Freiburg,  T 0761-6965216   E: jaisrm@t-online.de

• Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

„Gleitende“ Kursgebühr:  190 - 260  Euro, nach Selbsteinschätzung (bitte nur in bar )

( Ermäßigung ist nach Rücksprache möglich )

Was ist der Realization Process (RP) ?
Der RP ist eine Praxis, um in den Innenraum des Körpers zu gelangen und in ihm zu leben, ihn zu bewohnen und schließlich grundlegendes Bewusstsein (fundamental consciousness) zu erfahren.

Non-duale Erkenntnis ( grundlegendes Bewusstsein - fundamental consciousness ) entsteht vollkommen anstrengungslos und ohne jegliche willentliche Manipulation wenn wir unseren Körper bewohnen und uns öffnen.

Grundlegendes Bewusstsein durchzieht alles, sowohl das Wahrgenommene, als auch den Wahrnehmenden. Es ist gleichzeitig Subjekt, und Objekt.

Die Übungen, die in diesem Seminar gezeigt werden, fördern die eigene Wahrnehmungsfähigkeit, emotionale Empfänglichkeit, geistige Klarheit und Präsenz und die Erfahrung von innerer friedvoller Stille. Auf dieser Basis helfen sie, mehr Toleranz / Resilienz gegenüber sensorischen Reizen, belastenden Situationen und emotionalem Schmerz zu entwickeln, sowie Emotionen wie Angst und Wut in heilsame Lebensenergie umzuwandeln.

Zur Integration ins tägliche Leben ist es sinnvoll, sie eigenverantwortlich zu Hause weiter zu praktizieren und evtl. in Folgekursen zu vertiefen. Es besteht ebenfalls das Angebot kontinuierlicher therapeutischer Einzel - oder Gruppenbegleitung durch persönlichen Kontakt, oder wenn geeignet, mittels fernmündlicher bzw. per Videokommunikation.

Der Realization Process® - RP wurde von Judith Blackstone (*1947) als eine neuartige Integration von nondualem spirituellem Erwachen, psychologischer Heilung und Verkörperlichung (embodiment) entwickelt.

Sie ist Psychotherapeutin (PhD) und bietet in den USA workshops und RP-Lehrer-Ausbildungen in den USA mit persönlicher Teilnahme und online an. Sie ist Autorin mehrerer Bücher, von denen bislang 2 Titel auch in deutsch erschienen sind (wobei die Übersetzungen m.E. nicht immer „den Punkt treffen“, um den es nach meinem Verständnis im Originaltext geht).

Judith begann im Alter von zehn Jahren bei einer modernen Tanzkompanie in New York City aufzutreten. Sie tanzte fünfzehn Jahre lang, bis eine Rückenverletzung sie auf den spirituellen Weg brachte.

Seit fast vier Jahrzehnten praktiziert sie Meditation und studierte bei hinduistischen, Zen- und tibetisch-buddhistischen Lehrern. Der Realisierungsprozess entstand außerhalb traditioneller Linien als Antwort auf die Bedürfnisse zeitgenössischer Suchender.

Für weitere Informationen siehe auch ihre Webseite  realizationprocess.org

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Theorie -  Exkurs 

zur Demonstration, dass die moderne Physik (Quantenphysik - EPR -Einstein Podolski Rosen-Experiment 1935)

und geistig - spirituelle Termini, wie Grundlegendes Bewusstsein, Nondualität, nicht Erklärbarkeit eindeutig messbarer und reproduzierbarer Phänomene, eine gemeinsame Grundlage haben.

Dieser Ausflug dient dazu, dass wir das, was wir zu wissen glauben einmal loslassen und zu schauen, welche Erfahrungsräume sich uns durch zulassen von NICHT - WISSEN, eröffnen.

Burkard Heim hat mathematisch bewiesen, dass das menschliche Bewusstsein nicht im Gehirn lokalisiert sein kann. Unsere Einfälle kämen demnach aus einem unbegrenzten Raum - Feld - außerhalb von uns.

„Raum“ bezeichnet hier nicht eine physikalische Größe.

Judith Blackstone beschreibt „Grundlegendes Bewusstsein“ und „Raum“ wie folgt:

Obwohl ich „Grundlegendes Bewusstsein“ als etwas beschreibe, das unseren Körper und unsere Umgebung durchdringt, kann dieser Begriff irreführend sein. Durchdringen ist ein Verb, zeigt also eine Tätigkeit an, und das Grundlegende Bewusstsein tut in diesem Sinne nichts . Es wird als durchdringende Stille, als Bewegungslosigkeit erlebt. Alle Objekte in diesem stillen Raum scheinen durchlässig zu sein, aus leerem, lichtem Raum zu bestehen, während sie uns gleichzeitig solide und fest vorkommen.

Es handelt sich hierbei nicht um physischen Raum, also nicht den, in dem sich subatomare Teilchen bewegen.     . Es ist der Raum des Bewusstseins.  Grundlegendes Bewusstsein wird erlebt als etwas, das sich überall in den Raum hi­nein ausdehnt, nicht nur um alle Objekte im Raum herum, sondern auch durch sie hindurch.

Es bedarf einiger Übung, um diese Durchlässigkeit unserer Umgebung zu erfahren, und das Erleben lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es ist eine tatsächliche Sinneserfahrung, aber um sie zu erleben, bedarf es der Verfeinerung und Vereinigung der Sinne, die eintritt, wenn wir das grundlegende Bewusstsein erkennen. [Trauma und der befreite Körper (2018),Kap.2,S.44]

Das menschliche Bewusstsein kann sich demnach gleichzeitig als leeren, offenen Raum in der Umgebung und als den alle Strukturen des eigenen Körpers durchdringenden Raum erfahren.

Ähnlich wie Elektronen je nachdem, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet wird, als Teilchen oder Welle wahrgenommen werden. Es ist aber keine zeitliche Abfolge, sondern sie sind gleichzeitig Welle und Teilchen, was intellektuell nicht fassbar ist.

Ein relativ neu formulierter Ansatz zum Verständnis der Erfahrung des Realisierungsprozess (RP) berücksichtigt diese Erkenntnisse aus der Quantenphysik.

Dr. Zeb Lancaster stellt in seinem (bis dato leider nur in englisch erhältlichen) Buch 

Nondual Chakra Awakening (2024) einen interessanten Bezug her.

Zeb verfügt über mehr als dreißig Jahre Erfahrung in der Einzel- und Paarberatung sowie über Erfahrung als Meditierender und Yogalehrer und ist ebenfalls Certified Realization Process Teacher.

Er schreibt:

„ZWEI-IN-EINEM-UND-EINS-IN-ZWEI“ wird als das PARADOXON DER QUANTENPHYSIK bezeichnet.

Es besagt, dass Materieteilchen (Elektronen / Photonen) gleichzeitig als Teilchen oder als Welle beschrieben werden können, je nachdem, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet wird.

Die Vorstellung, dass wir durch die Verfeinerung unserer Sinne die innewohnende nonduale Dimension des Seins innerhalb der dualen Dimension unseres sich entwickelnden Selbst aufdecken können, widerspricht unserer gewohnten Erfahrung.

Denn in der Meditation und auch in unserem Alltag erleben wir, dass die einheitliche Präsenz unseres eigenen Seins alles widerspiegelt, was es durchdringt.

Die Stille unserer verkörperten Erfahrung von Einheit und Ganzheit (Welle) fühlt sich an, als ob sie die Gedanken, Emotionen und Empfindungen unseres sich entwickelnden Selbstes (Teilchen-Ego)  in sich enthält und offenbart.

„In der Meditation wird die Quantenrealität zu einer verkörperten (oder verkörperlichten) nondualen Erfahrung. Es scheint, dass wir den mehrdimensionalen Charakter des Elektrons (Welle-Teilchen-Dualität) direkt erleben können.

Wenn wir uns darauf beschränken, zu fühlen, dass wir nur als unser sich entwickelndes Selbst existieren, erscheint der zugrunde liegende ursprüngliche einheitliche Zustand unserer Elektronen (Quantenwellen) als separate Teilchen. Unsere Elektronen drücken sich als eine Vielzahl einzelner Teilchen aus, die bestimmte Gedanken, Emotionen und Empfindungen bilden.

Wenn wir unser Bewusstsein aber erweitern, um zu fühlen, dass wir -  gleichzeitig - als unveränderliches Selbst existieren, behalten unsere Elektronen ihren ursprünglichen Zustand der Einheit (Wellenfunktion) bei.

Unsere körperliche Erfahrung des Einheitsbewusstseins als Ganzheit ermöglicht das Entstehen eines inneren Wellenzustands der Einheit.

Dieses vereinigte Feld ermöglicht es, - uns so zu fühlen, als befänden wir uns in einer „nicht-lokalen Beziehung” zu unserer Umgebung, ohne dabei unseren Körper zu verlassen.

Von jedem Ort in unserem Körper aus haben wir Zugang zu einer Erfahrung von Ganzheit und sind offen für das einheitliche Feld des Bewusstseins, das uns und unsere Umgebung durchdringt.

Dies entspricht der chinesischen taoistischen Philosophie von Yin und Yang, in der Yang den Keim von Yin enthält und Yin den Keim von Yang. Gegensätze schließen sich gegenseitig ein.

“Je nachdem, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten (sich entwickelndes Selbst oder unveränderliches Selbst), zeigen sich unsere Elektronen als dualitätsbasierte Wahrnehmungs-Reaktions-Erfahrungen, oder als nonduale Ganzheit (Unschärferelation) oder beides gleichzeitig.“

Diese Erfahrungen der Nicht-Dualität und der jenseits der Verkörperung liegenden Ebene vermitteln ein gefühltes Bewusstsein (felt sense) dafür, einen tatsächlichen Ort (und somit eine Art Behältnis ) für unsere einheitliche Grundlage des Seins zu haben.

An diesem Ort im Körper haben wir das Gefühl des „Ich bin“, verbunden mit einer zeitlosen Wahrheit oder einem zeitlosen Wissen.

Wenn wir uns als dieses unveränderliche Selbst verkörperlicht fühlen, verschwinden grundlegende existenzielle Fragen wie: „Wer bin  ich?“ und „Wie interagiere ich mit anderen Menschen?“ Wir erkennen, dass es kein Ziel gibt, wohin wir gehen müssten und beginnen zu begreifen, dass wir bereits in unserer nicht-dualen Natur zu Hause sind.

[Nondual Chakra Awakening, p 25/4]

- Ende Exzerpt aus dem Buch -

( Dies ist keine wörtliche Übersetzung des englischen Textes, sondern eine sinngemäß zusammengefasste  Übertragung einiger Stellen seines Buches.)

Die Auffassung von Zeb Lancaster kann direkt in der Hauptübung des Realisierungsprozess (RP) „Einstimmung auf grundlegendes Bewusstsein“ erlebt werden, wo eine nonduale Erfahrung vorbereitet wird. Dort wird von der Erfahrung eines kontinuierlichen, alles durchdringenden, offenen Raumes gesprochen:

„Erfahre, dass der Raum, der deinen Körper durchdringt, auch diese Wände durchdringt. Bleibe ganz im Inneren deines Körpers, während du gleichzeitig den Raum, der dich und auch diese Wände durchdringt, erlebst. Du findest nicht die Wände. Du findest den offenen Raum, der dich und diese Wände hier durchdringt.“ - -

Nach der Auffassung von Zeb Lancaster gibt es also zwei unterschiedliche, gleichzeitig koexistierende Arten von Selbst, das sich entwickelnde Selbst (Teilchen) und das unveränderliche Selbst (Welle) [S.18]

Dieser Ansatz ist aus meiner Sicht sehr hilfreich.

Er mündet in eine innere Haltung, bzw. eine Erfahrung der Umarmung des gesamten Seins, welche die Existenz des Körpers als Materie mit einschließt (Teilchen), obwohl er gleichzeitig auch NICHT (materiell) existiert (Welle). 

Er nennt diese Erfahrung Whole-Being-Embrace.

Im Seminar werden die Grundlagen dafür gelegt, die angesprochene Seins- Form konkret zu erfahren. Das benötigt einige Übung und führt zu je sehr unterschiedlichen Erfahrungen, je nachdem, wie das eigene Nervensystem beschaffen ist und in welchem Zustand es sich aktuell befindet.

Menschen, die den RP schon kennen und die Übungen schon einige Zeit praktizieren erleben die Kontinuität, die alles durchdringende Natur des Raumes als eine zunehmend vertraute Entität. Sie zu beschreiben ist naturgemäß nur begrenzt möglich. Sie kann nicht intellektuell erklärt, aber sie kann als sehr konkret und „real“ erfahren werden.

Bücher m. dt. Übersetzung
Blackstone, Judith: Dünne Haut – ein Handbuch für spirituell sensible Menschen, Arbor-Verlag

Titel der Originalausgabe: Belonging Here - A Guide for the Spiritually Sensitive Person
Blackstone, Judith: Trauma und der befreite Körper, VAK-Verlag (>>Leseprobe)

Originalausgabe: Trauma and the Unbound Body - The Healing Power of Fundamental Consciousness

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